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Die Insel Lemnos

Wir möchten Ihnen in wenigen Worten die Insel Lemnos vorstellen – eine Insel, die durch ihre Landschaft, ihre Produkte, ihre Menschen und eine weit zurückreichende Geschichte beeindruckt.

Wer Lemnos im Sommer besucht, wird die Insel in strahlendem Goldgelb antreffen, begleitet von einem herrlichen Duft der verschiedenen Sträucher und Wiesenpflanzen. Mit dem ersten Regen im Herbst ergrünt die Insel wieder – im Frühling steht sie dann in voller Blüte.

Der westliche Teil der Insel ist eher bergig (die höchste Erhebung ist 430 Meter), der östliche hügelig bis flach. Auf der Insel wird vor allem Getreide und Wein angebaut – Lemnos ist berühmt für seine hervorragenden Weine. Schaf- und Ziegenherden, mitunter auch Kühe, sowie die Rehe und Hirsche auf der Burg in Myrina gehören hier zum Alltag. Nur einige der hervorragenden Produkte unserer Insel seien hier genannt: der Thymianhonig, die lokalen Käsespezialitäten, die hausgemachten Flomaria-Nudeln sowie auch verschiedene Süßigkeiten.

Wer die „grüne Insel“ besucht, sollte sich gute Schuhe einpacken – Lemnos ist wunderbar zu Fuß zu entdecken. Es gibt verschiedene Touren, die durch die wunderbare Landschaft auf der Insel führen – sei es eine Bergbesteigung des Profitis Elias, eine Wanderung zu den Sanddünen bei Gomati, ein Ausflug zu den Steinformationen bei Faraklo oder zu den drei Seen (dem Salzsee, dem Weißen See und dem Chortarolimni) im Osten, die vielen Vogelarten einen Lebensraum bieten.

Anta Mavrommati (Umweltschützerin) führt Sie gerne auf ihren Wandertouren über die Insel, wo sie Ihnen einen Einblick in das Zusammenspiel von Natur und Mensch auf Lemnos gewährt.

Guided hiking trails

Die vielen langen Sandstrände (jeder einzigartig in seinem Erscheinungsbild) sind zu allen Jahreszeiten schön. In der Vor- und Nachsaison können sie diese fast ungestört genießen – in den Monaten Juli und August tummeln sich etwas mehr Badegäste im „kühlen Nass“. Strandbars, Tavernen und die Möglichkeit zum Wassersport, Beachvolley oder andere Vergnügungsangebote finden Sie an vielen Stränden. So auch in Myrina, am Strand Riha Nera, wo es auch einen Bootsverleih gibt.

Auf der ganzen Insel finden Sie ausgezeichnete Tavernen und Ouzerien, die Ihnen lokale Köstlichkeiten, frische Fische und viele andere bekannte griechische Speisen servieren. Jede Taverne hat ihren Reiz, sei es direkt am Strand, unter den großen Platanen in der Stadt oder am Hafen – die Genießer kommen auf jeden Fall auf ihre Rechnung.

Die Geschichte von Lemnos reicht mehr als 4000 Jahre v. Chr. zurück und führt uns nach Poliochni. Poliochni, geografisch genau gegenüber von Troja gelegen, ist Europas älteste prähistorische Stadtanlage – interessant ist, dass es ein „Bouleuterion“ (Parlament) gibt, weswegen Lemnos auch als Wiege der Demokratie bezeichnet werden kann. Im kleinen Museum nebenan findet man eine Dokumentation der Ausgrabungen, die 1936 von italienischen Archäologen durchgeführt wurden. Die einzelnen Perioden der Stadtgeschichte sind hier gut dargestellt.

Weiter nördlich befindet sich Hephaistia. Hephaistia ist die grösste und älteste Stadt aus der historischen Periode (1000 v. Chr. – 1200 n. Chr.) – sie ist nach ihrem Namenspatron Hephaistos, dem Gott des Feuers und der Schmiedekunst, benannt. Die Ausgrabungsstätte liegt auf dem Hügel einer Halbinsel – das Theater aus der hellenistischen Periode bildet den Höhepunkt der Ausgrabungen. Nach einer Totalrestaurierung in den Jahren 2002 – 2004 gab es nach über 2500 Jahren wieder eine Theateraufführung! Ein weiteres historisches Ausflugsziel könnte Kavirio sein. Die Überreste der Tempelanlagen lassen noch etwas vom Mysterienkult der Kaviren, die auch „große Götter“ genannt wurden, spüren. Die Kaviren, frühe chtonische Gottheiten, standen für Fruchtbarkeit und Leben. Es wird erzählt, dass Frauen die Kultstätte aufsuchten, um Fruchtbarkeit zu erlangen. Unweit der Kultstätte der Kaviren befindet sich die Höhle des Philoktetes.

Zurück in Myrina: die Burg von Myrina ist eine der größten in der Ägäis. Die zyklopischen Mauern stammen aus dem dritten Jahrtausend v. Chr., später wurden die athenischen und venezianischen Mauern errichtet – bemerkenswert ist, dass die Burg nie vollständig zerstört wurde. Die Burganlage ist von zwei Seiten aus begehbar und der Aufstieg macht sich bezahlt: Sie haben eine fantastische Aussicht auf die Stadt und ihren malerischen Hafen, die umliegenden Hügeln bis hin zum Kap Mourzouflos. Der Sonnenuntergang ist einzigartig!

Weiters zu empfehlen ist das Archäologische Museum in Myrina. Das Museum stellt Funde aus Poliochni, Hephaistia, Kavirio und Myrina aus – manche Ausstellungsstücke sind mehr als 3000 Jahre alt. Die Ausgrabungen in der Nähe des Strandes Riha Nera zeigen eine frühe Besiedlungsanlage des alten Myrinas – sie ist ca. 3500 Jahre v. Chr. entstanden. Angelegte Wege führen durch die Ausgrabungen, an mehreren Stellen befindet man sich über der alten Stadt.
„Jüngere“ Attraktionen sind zum Beispiel das Schifffahrtsmuseum in Nea Koutalis, das Heimatmuseum in Portianou wie auch die Kunstgalerie in Kondias.

Im Sommer finden auf der ganzen Insel diverseste Veranstaltungen statt, wie z.B. Ausstellungen, Festivals, Konzerte und auch Musikabende. Diese Angebote werden gerne von den Sommergästen wie auch von den Einheimischen genutzt.

Wie auch immer Sie Ihren Urlaub auf Lemnos verbringen möchten, ob ausgefüllt mit Programmpunkten oder eher ruhig – wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ulli Grundner und Peter Einhorn haben wunderbar die Insel Lemnos beschrieben - der Reiseführer lädt zum Erkunden der Insel ein.